Alles ist neu: Das Jahr, der Kalender, die Zählung der Monate. Alles ist neu - nur wir sind die Alten. Und wir haben aus dem vergangenen Jahr mitgebracht, was uns belastet und bewegt. Die Welt, in der wir am Neujahrstag aufwachen, ist keine andere geworden durch die neue Zahl auf dem Kalender. Und trotzdem wacht an jedem Neujahrsmorgen die Hoffnung mit auf: Dass es einmal anders werden kann. Neu. Dass einer die Tränen abwischt und der Tod nicht mehr ist und Schmerz und Geschrei, wie es in der Bibel kurz vor der Jahreslosung für das neue Jahr 2026 heißt.
In diesem Jahr steht diese Hoffnung auf jeder Seite des Kalenders: Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5). Dieses Wort begleitet uns durch das Jahr: Durch die grauen Januartage. Wenn der Frühling kommt und die Luft langsam wärmer wird. Durch die lichten Sommertage. Wenn sich die Blätter färben und es Herbst wird. Wenn wir der Toten gedenken. Wenn die erste Kerze am Adventskranz brennt. Wenn wir lieben und wenn wir weinen. Über allem steht die Zusage Gottes: Siehe, ich mache alles neu.
Was für eine Entlastung am Anfang des Jahres: Nicht wir tragen die Verantwortung, alles neu zu machen - Gott tut es. Unser Teil ist es, das Leben mit Herz und Verstand zu gestalten. Was darüber hinausgeht, liegt in seinen Händen, und alle unsere Hoffnungen und Wünsche und Bitten für dieses neue Jahr legen wir dazu. Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu - und es wird, wie es am Anfang war: Sehr gut.
