Sich regen, bringt Segen

Endlich Sommer!
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So sagt es ein Sprichwort. Für manche scheint das ein Leitmotiv und eine Lebensregel zu sein. Wohlstand, Sicherheit, Glück, Fortschritt, Frieden und Freiheit fallen nicht vom Himmel, so denken einige, man muss schon etwas dafür tun. Wer sich regt, wer etwas macht und schafft, zählt etwas in unserer Gesellschaft.

Aber wie steht es um die, die sich nicht regen können? Sind sie nicht gesegnet?

Segnen heißt, die Hand auf etwas legen und sagen: Du gehörst trotz allem Gott. (Dietrich Bonhoeffer)

Ich widerspreche dem Sprichwort und behaupte: Segen ist etwas, was sich gerade nicht "machen" lässt. Segen können wir uns gegenseitig wünschen und zusprechen. Gott allein ist es aber, der Segen schenkt.

Segen Gottes kann heißen: Gott schenkt uns seine Aufmerksamkeit; Gott sieht uns freundlich an; Gott geht mit uns und bleibt bei uns in den Höhen und Tiefen unseres Lebens; Gott schützt und behütet uns im Alltag.

Zum Segnen gehört neben dem Wort das Zeichen. Das kann das Handauflegen sein, die segnend erhobenen Hände oder das Kreuzeszeichen.

Sich Gottes Segen zusprechen heißt, dass wir als Christenmenschen überzeugt sind, dass wir bei und in allem auf Gott angewiesen sind. Es heißt, von dem Gedanken Abschied zu nehmen, dass wir alles selbst in der Hand haben und machen können.

Gott ist unverfügbar. Sein Segen will empfangen, gehört und geglaubt werden. "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein", so spricht Gott zu Abraham in dem klassischen biblischen Text zum Segen im 1. Buch Mose im 12. Kapitel. Wer gesegnet ist, kann gar nicht anders als diesen Segen weiterzugeben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit und grüße Sie herzlich mit nachfolgendem Segen

Ihr Pfarrer Reinhard Fischer

Der HERR segne euch in der Zeit, die vor euch liegt.
Der HERR behüte euch bei eurem Vorhaben und Planen.
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über euch, über euren Wegen durch Tiefen und über Höhen.
Der HERR sei euch gnädig bei eurem Tun und Lassen.
Der HERR erhebe sein Angesicht auf euch, auf eure Wünsche und Hoffnungen.
Der HERR gebe euch Frieden, innerlich und äußerlich, zeitlich und ewig.
(Erwin Rommel)