Neues von den Philippinen

Wenn ich erst heute von den Philippinen berichten kann, so ist auch das der weltweiten Corona-Krise geschuldet, weil wir lange keine Verbindung zu unserer Partnergemeinde hatten. Nun kamen schöne Bilder von den Weihnachtsgottesdiensten und ein langer Brief unseres Partners Reverend Rady Pelobello, der uns ja im November noch persönlich besucht hatte.

Er schreibt:

Wir feierten die Geburt unseres Herrn Jesus in der Sankt Lukas-Missionsstation in Brgy. Dila bereits in den Morgenstunden unter einem sogenannten "Stangenzeltdach", das wir uns geliehen hatten. Es ist für uns eine vorübergehende Zuflucht, um uns vor der Hitze der Sonneneinstrahlung und vor dem Wind zu schützen. Anschließend gab es Geschenke für die Kinder, die unsere Sonnabend-Schule besuchen. Wir verteilten an sie neue Slipper, denn wir hatten bemerkt, dass die meisten Kinder dieser Gemeinde nur noch unbrauchbare Slipper besaßen. Weiterhin werden wir den Plan verfolgen, ein Grundstück zu bekommen, um eine neue Kirche oder Kapelle zu bauen, damit wir einen festen Platz für unsere Gottesdienste haben. Am Abend des 24. Dezember war dann unsere Weihnachtsgottesdienst in Sankt Thomas.

Jetzt im Mai berichtet Rady von der Situation der Kirchen auf den Philippinen, nachdem ich ihm von unserer Situation in Deutschland berichtet hatte:

Danke für die Trostworte. Es ist wahr, es gibt so viele Dinge, die nicht abgesagt sind. Im Besonderen ist es die Liebe, der Friede und die Freude, die der HERR in so unglaublich reicher Vielfalt über uns ausschüttet. Möge die Pandemie, die uns Menschen dauernd verfolgt, krank macht und tötet, nicht auch noch unsere Beziehungen untereinander und unseren missionarischen Auftrag, den GOTT mit uns gegeben hat, anstecken, krank machen und töten. Zurzeit hat unsere örtliche Behörde die Quarantäne in langsamen Schritten gelockert und wir können wieder nach draußen, um die wichtigsten Dinge zu besorgen. Wochenlang hatte unsere Regierung verboten nach draußen zu gehen. Auch die Kirchen waren geschlossen, so konnten wir Gottes Wort lediglich online über virtuelle Übertragungen hören. Wir beten beständig für das Heil unserer geschundenen Welt, möge es bald kommen. Wir beten auch für Euch und Eure Kirche. Dein Rady.

W.K.